Costa Rica: Tiere überall

Die Vielfalt an Fauna und Flora in Costa Rica war überwältigend, vor allem in den Nationalparks, aber auch anderswo. Affen, Kolibris, Leguane, Faultiere, Krokodile, Krebse, Schmetterlinge – alles in großer Vielfalt.

Brüllaffen brüllen wirklich laut, Echsen wuseln überall herum, riesige Schmetterlinge umflattern einen, Kolibris stehen in der Luft. Ob wir bei unserem Besuch so viel gesehen haben, gerade weil wir in der Regenzeit in Costa Rica waren, weiß ich nicht, aber beeindruckend war es auf jeden Fall. Jeden Tag aufs Neue.

  • Die Kolibris haben wir im La Paz Waterfall Gardens Nature Park gesehen, einem eher kommerziellen, kleinen Naturpark in der Nähe der Hauptstadt. Sie werden mit den roten Futterstellen angelockt und schwirren zu Dutzenden herum. Im Flug haben wir sie nicht so recht erwischt. (Foto: Astrid)
  • Kleine und große Insekten waren überall unterwegs, hier ein größeres Exemplar im Parque National Volcán Tenorio. Sie sind offenbar alle harmlos, jedenfalls haben wir keine Warnungen mitbekommen. Auch aufgrund der Größe haben wir uns allerdings ab und an ganz schön erschrocken.
  • Affen sieht und hört man häufig in den Wäldern, hier Kapuzineraffen im Parque Nacional Rincon de la Vieja. Mutige kleine Kerlchen, die ihre Sippe lautstark beschützen wollten. Bestimmt 20 Tiere kletterten durch die Bäume, und wenn ihr Kletterpfad nahe an den Spazierweg kam, wurden die Besucher halt lautstark verscheucht.
  • Vögel gab es auch viele, wobei wir die weniger deutlich gesehen und gehört haben als in Australien. Dennoch ein paar schöne Exemplare, hier beobachtete uns einer vor unserer Unterkunft in der Nähe des Rinco-Nationalparks.
  • Krokodile gibt es an vielen Stellen – alle ausgeschildert. Hier ein Spitzkrododil im Parque Nacional Marino Las Baulas de Guanacaste bei Tamarindo. Bootstouren in den Park kann man direkt vom Badestrand aus starten. Ähnliche Touren gibts in allen Nationalparks mit (den Krokodilen) passenden Flüssen.
  • Manchmal bewegen sie sich sogar, hier auch noch bei Tamarindo. Eine Touristenattraktion ist eine Brücke über den Rio Tarcoles, von der aus man hunderte der Tiere im Fluss sehen kann. Wir waren dort, fanden das aber wenig beeindruckend: Die Tiere waren weit weg, das Wasser war schlammig, die Brücke ist eng und viel befahren (eine der Hauptfernstraßen), und angeblich sind viele Taschendiebe und Autoknacker unterwegs. Wertsachen mitnehmen – oder lieber direkt bessere Stellen ansteuern.
  • Leguane in vielen Farben und Formen krabbeln überall herum, besonders in Strandnähe. Einige erreichen ordentliche Größen von zwei Metern, harmlos sind alle. Angeblich gibt es nur den Schwarzen und den Grünen Leguan, doch uns schienen das mehr Arten zu sein. Eine Erklärung lautet, dass die Färbung der Tiere vom Futter abhängt. Das hier könnte ein weiblicher Schwarzer Leguan sein, gefunden im Nationalpark bei Tamarindo.
  • Im gleichen Nationalpark rannten hunderte, vielleicht tausende dieser bunten Krabben herum. Sie hocken in Erdlöchern, stieren Dich an und verziehen sich, wenn Menschen vorbeikommen. Ein wenig gruselig. Landkrabben sind es, doch welche?
  • Kommen wir zu den Tieren, die man eher hört als sieht. Und zwar nicht, weil sie scheu sind – ganz im Gegenteil sieht man sie auch häufig, nicht nur in den Nationalparks: Brüllaffen. Hier in den Mangrovenwäldern um Tamarindo.
  • Tagsüber hängen sie meist entspannt in Bäumen herum oder klettern auf Futtersuche herum. Hier im ruhigen und abgelegenen Reserva Natural Cabo Blanco.
  • Weniger abgelegen der Parque National Manuel Antonio, einer der bekanntesten – wenn auch nicht größten. Dort haben wir viel gesehen, hier wohl wieder einen weiblichen Schwarzen Leguan.
  • Und er hier? Ein junger Schwarzer Leguan? Auch im Manuel Antonio.
  • Zurück zu den Brüllaffen. Sie fangen sehr früh morgens an, sehr laut zu brüllen, was in Unterkünften nahe am Wald (wie wir bei Manuel Antonio) sehr deutlich zu hören bekamen. Sehr wach waren wir. Tagsüber haben wir ihr Brüllen nicht so häufig vernommen, aber durchaus mehrmals täglich, bis es einem allgegenwärtig vorkam.
  • Sie scheinen ja ständig gemütlich zu grinsen, die Faultiere. In den Nationalparks sieht man sie ab und zu oben in den Bäumen, hier Manuel Antonio. Für ungeübte Augen sind sie am einfachsten daran zu erkennen, dass eine Menschentraube stehenbleibt und alle Ferngläser und Kameras nach oben richtet. Sie bewegen sich wirklich so langsam wie man ihnen nachsagt und sind daher dankbare Fotomotive.
  • In Menschennähe werden die Kapuzineraffen übrigens zutraulich bis nervig, sie durchstöbern flink und geschickt Taschen und Rucksäcke nach Essbarem.

Die obigen Fotos haben wir mit echten Kameras geschossen, ich mit der Fuji X-E1, Astrid mit der Sony RX100-II. In solchen Situationen waren wir froh, die guten Dinger dabei zu haben; vor allem vom 200er-Zoom profitieren viele Fotos.

Zu einigen Situationen hatten wir leider nur die Smartphones dabei:

Was wir sonst noch so gesehen haben:

  • Kühe. Manchmal mitten auf der Straße.
  • Nasenbären, sehr putzig. Und neugierig.
  • Beim Schnorcheln eine Reihe Fische. Die Walsaison war leider vorbei, also kein Whale Watching.
  • Einen schönen grünschwarzen Goldbaumsteiger und einen vielleicht jungen Ochsenfrosch.
  • Rehe, ja, die gibt es dort auch.
  • Greifvögel, Papageien, ach ganz viel…
  • Kaffee, also Kaffeepflanzen, hatte ich noch nie gesehen. Nicht wild, aber Plantagen gibts da viele.

Offene Augen, Geduld und Ruhe lohnen sich in den Landschaften Costa Ricas jedenfalls. Und ein gutes Fernglas oder Teleobjektiv.

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