Costa Rica zur Regenzeit

Zur Regenzeit nach Mittelamerika? Ob das eine gute Idee ist, jeden Tag Regen? Doch es hat super geklappt, weil wir viel Glück hatten und wenig vorgebucht, sodass wir uns vom Wetter haben treiben lassen.

Eine nicht ganz einfache Entscheidung stand vor dem Urlaub in Costa Rica: Einerseits wollen wir mindestens drei Wochen vor Ort sein, andererseits geht das aufgrund der Schulferien nur im Sommer – während der Regenzeit. Eigentlich sind alle anderen Jahreszeiten besser geeignet. Aber ganz so schlimm kommt es dann doch nicht, zumindest wenn man nicht ausschließlich Sonne tanken möchte…

  • Also direkt vorab: In der Regenzeit regnet es nicht durchgehend. Wir hatten durchaus viel Sonne und blauen Himmel. (Hier Playa Ocotal im Norden der Halbinsel Nicoya)
  • Oft war es bewölkt, was viele Fotos ja eher interessanter macht. (Hier eine Bucht im Nationalpark Manuel Antonio)
  • Regen heißt nicht kalt, ganz im Gegenteil. Schwülheiß war es, selbst wenn man mal in einen Schauer gerät, bringt der keine Abkühlung. Der Pazifik war etwas kühler, in der Karibik haben wir aber lange ganz ohne Schutzanzug geschnorchelt. (Hier eine Schnorchelpause im Nationalpark Cahuita)
  • Im Allgemeinen war es wechselhaft, manchmal stark windig bis stürmisch. Kaum ein Tag ganz ohne Regen, meist kürzere oder längere Schauer, teils ganz schön heftig. (Hier im Monteverde Reservat)
  • Wolken und Wetter verbauten uns einige Aussichten. Hier von Santa Elena in den Bergen Richtung Westen: Bei gutem Wetter sieht man den Pazifik und die Nicoya-Halbinsel deutlich, so muss man genau hinschauen.
  • Besonders beeindruckend fanden wir die Wolken auf dem Weg vom Pazifik in die Berge, denn die Straße liegt über den Wolken. (Hier bei Division)
  • Oder erst auf dem Plateau, sehr schön. (Hier von der Unterkunft in Ujarras über den Lago de Cachi)
  • Nur an einem Tag haben uns Wolken und Nebel sehr enttäuscht, nämlich während unseres einzigen Besuchs eines Vulkans, dem Barva. Die Wandertour dort war dennoch großartig.
  • Wie auch generell das Wandern in den Regen- und Nebelwäldern viel Spaß gemacht hat. Ob die zur Trockenzeit überhaupt viel trockener sind, kann ich nicht beurteilen. (Hier im Reservat Santa Elena)
  • Einige Wege fanden wir jedenfalls ganz schön matschig, aber die waren die Ausnahme. (Hier im Tenorino-Nationalpark)
  • Etwas anderes als dreckige Schuhe und Hosen haben wir aber sowieso nicht erwartet…
  • Nur selten waren Wege durch den Regen wirklich unpassierbar, meist ging es ein paar Minuten nach einem Schauer wieder weiter.
  • Und manchmal tauchten mittem im Dschungel sogar Hot Springs auf. Es gibt nichts schöneres, als während eines Tropenregens im heißen Wasser zu liegen… (Hier im Thermalbad bei der Buena Vista Lodge)
  • Jedenfalls haben uns die beeindruckenden Ausblicke immer wieder für die paar Unannehmlichkeiten der Regenzeit entschädigt. (Hier im Nationalpark Rincon de la Vieja)
  • Die Sundowner-Bar der Buena Vista Lodge wirkte direkt endzeitmäßig.
  • Oder auch umwerfend schön…
  • …und dank Wind jede Minute anders.

Es hat sich gelohnt, dass wir keine feste Tour gebucht hatten, sondern nur den Mietwagen und die erste Unterkunft. Wir haben uns dann vom Wetter treiben lassen, sind geblieben oder woanders hingefahren, wenn das nächste Ziel besonders verregnet aussah, sind gefahren, wo wir Sonne vermuteten. So hatten wir beispielsweise an der Karibik-Seite drei Tage durchgehend Sonne, mussten aber schon im strömenden Regen zur Rückfahrt einpacken.

Wir sind jedenfalls wieder dabei, wenn es während der Regenzeit in die Tropen geht – wenn wir die Route kurzfristig umbauen können.

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