Bei Ruinart im Champagner-Keller

Bei Ruinart im Champagner-Keller

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Bei der diesjährigen Paris-Tour haben wir einen Abstecher in die Champagne gemacht. Inklusive einer Besichtigung der Champagner-Keller bei Ruinart samt Gläschen Schampus danach. Toll.

Reims Notre Dame

Die schicke Kathedrale in Reims

Als Sekt-Verächter in die Champagne? Was soll ich denn da? Aber inzwischen weiß ich, dass guter Champagner einfach viel besser schmeckt als der Billig-Sekt, den man üblicherweise so gewohnt ist. Also auf in die Champagne…

Ruinard

Einladendes Gelände, schönes Gemäuer mit edlen Wartezimmern bei Ruinart.

Susanne holte uns vom Flughafen in Paris ab, Mittags waren wir dann schon dort pünktlich zum Mittagessen in einem kleinen Restaurant. Danach folgte ein Blick aufs Grab des Champagner-Erfinders Dom Pérignon und eine Verkostung beim kleinen Hersteller JM Gobillard et Fils direkt gegenüber, wo ich dann auch ein paar Flaschen gekauft habe.

Nach einem hervorragenden Abendessen verbrachten wir einen Abend voller Gespräche und dem Köpfen der ersten Champagner-Flaschen in einem gemütlichen Gästehaus (Gîtes). Am Morgen besichtigten wir kurz die beeindruckende Kathedrale Notre-Dame in Reims, wunderten uns, wie die Straßenbahn ohne Oberleitungen auskam, aßen zu Mittag und fuhren dann zu Ruinart:

Haufenweise weitere Fotos gibt’s im Facebook-Fotoalbum von Thorsten.

Dom Perignon

Dom Pérignon liegt in Hautvillers begraben.


Gobillard Champagne

Auch die kleinen Champagner-Hersteller haben eine beachtliche Zahl schmackhafter Sorten im Programm, hier das von Gobillard.

Noch ein bisschen Hintergrund: Sekt und Champagner sind Schaumweine nach ursprünglich identischem Herstellungsverfahren, das in der Champagne entstand – als maßgeblicher Entwickler, wenn „nach heute herrschender Ansicht“ auch nicht Erfinder gilt der französische Mönch Dom Pérignon. Seit rund 100 Jahren darf nur der in der Champagne in traditioneller Flaschengärung hergestellte Schaumwein als Champagner verkauft werden. Es gibt dutzende große Häuser, hunderte kleine Winzer (die nicht immer selbst den Champagner wirklich herstellen) und über 15.000 Champagner-Sorten. Warum viele der großen Champagner-Häuser deutsche Namen tragen, erklärt die Wikipedia.

Die nach gleichem Verfahren hergestellten Schaumweine aus anderen Gebieten heißen anders: Winzersekt in Deutschland, Crémant in Frankreich, Cava in Spanien. Sekt (ohne diese Namenszusätze) unterliegt weniger strengen Herstellungsvorschriften, sodass sich kostengünstigere Herstellungsverfahren durchgesetzt haben, vor allem die Tankgärung unter Zuführung von technischer Kohlensäure sowie die Flaschengärung mit Umfüllen ohne Abrütteln (Transvasierverfahren). Also wäre jetzt der nächste Schritt, sich mal durch ein paar bessere Sektsorten oder Winzersekt durchzuprobieren.

Kurz noch was zum Foto-Equipment: Die Fotos im Ruinard-Keller habe ich mit meiner Sony NEX-5 mit Nikon-Adapter und dem Sigma 30mm/f1,4 aufgenommen; bei dem der Kathedrale saß das Standardobjektiv 18-55 drauf. Die übrigen Fotos inklusive dem Titelbild oben stammen vom Smartphone, ein Samsung Note.

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