Rügen: Im Nebel

Rügen: Im Nebel

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Eine schöne Radtour über nebelverhangene Landschaften auf Rügen. Das wirkte am Strand und an der Boddenküste beruhigend, in den Ruinen von Prora eher beängstigend.

Rügen

Wie in einer Lichtbox

Zum Radeln war es zwischendurch fast zu kalt, und für die Weitsicht war das auch nix mit dem Nebel. Und beim Fotografieren? Der Hintergrund wird bei jeder Blende unscharf und undeutlich, und wenn ich mich auf den Vordergrund konzentriere, bekomme ich schön weiches Licht und eine quasi automatische Freistellung.

Zuerst bin ich von Kubbelkow (bei Bergen) über Putbus an die Boddenküste geradelt und dort dann Richtung Osten weiter. Groß Stresow scheint ein Anglerparadies zu sein, da waren noch viel mehr Angler unterwegs als man (bei dem Nebel) sehen konnte; auch oben das Bild stammt von dort. Eine ruhige, entspannende Szene.

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Ganz anders als danach Prora

Eigentlich wollte ich bis Göhren im Osten radeln und dann mit der Bahn zurückfahren, denn es war ein starker Wind angekündigt, gegen den ich nicht anradeln wollte. Doch dann war ich schneller als gedacht in Göhren, und der Wind blies gar nicht so kräftig, sodass ich mich umentschlossen habe und per Fahrrad über Sellin, Binz, Prora und Ralswiek zurückgefahren bin. Schöne Tour, 90km.

In Prora war ich kurz am Strand (immer noch Nebel) und habe den gesprengten Block des Nazi-Seebads hinter Nebelschwaden gesehen. Spannend, wenn man die Farben wegdreht. Dann noch ein bisschen Vignettierung rein, eine Perspektive ohne Zaun versuchen, und schon meint man, noch den Rauch der Bomben zu sehen. Mehr zum Seebad inklusive heutiger Nutzung bei Wikipedia.

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Am Strand war es immer noch echt nebelig, und das am Nachmittag. Mannomann, hatte ich lange nicht gesehen, dass so ein dichter Nebel sich so lange hält. Ich bin buchstäblich durch die Nebelschwaden durchgefahren und spürte ihren äh, nassen Atem auf meiner Haut. Sozusagen.

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Den ganzen Tag lang wurde es nicht viel besser, aber die Radtour habe ich trotzdem sehr genossen. Und zwar nicht nur wegen der schönen Fotos, sondern wegen der ruhigen Stimmung.

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1 Kommentar
  • Auch nicht schlecht, die Insel mal im dichten Nebel zu erkunden. Die hässliche Ruine in Prora kommt somit noch viel besser zur Geltung. Dort ist alles nur schaurig.

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