Rügen: Kulinarisches und Unterkunft

Rügen: Kulinarisches und Unterkunft

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Ein paar Fotos des – tollen – Hotels des 2010-Urlaubs und ein paar Kommentare und Tipps zu Restaurants; hoffentlich für den einen oder anderen Rügen-Urlaub noch nützlich…

Beim ersten Rügen-Besuch 2010 bin ich in Lauterbach bei Putbus im Südosten von Rügen untergekommen, und zwar im Badehaus Goor – ein gemütliches und toll ausgestattetes Hotel mit einem beeindruckenden Haupthaus. Direkt am Hotel führt einer der Hauptradwege der Insel vorbei und dahinter in das Naturschutzgebiet Goor. Vom Hotel aus läuft man eine Viertelstunde in den Ort Lauterbach, ein ruhiger Hafen mit ein paar Hotels und Kneipen, in denen nicht viel los war. Supermärkte, S-Bahnhof, Busse und Anschluss an den Rasenden Roland sind vorhanden – nett, wenn man einen ruhigen Urlaubsort sucht. Etwas zu ruhig, wenn man abends zu Fuß noch weg möchte oder wenn man auf die Ostseeküste steht, die an dieser Seite der Insel nicht spektakulär ausfällt.

So jetzt zum Essen. Folgende Fotos habe ich mit meinem Handy geschossen, daher die mäßige Qualität. Interessant: Gute Restaurants findet man auf Rügen kaum einzeln, sondern hauptsächlich in Hotels oder wenigstens mit einer kleinen Zimmervermietung unter einem Dach.

Empfehlen kann ich folgende Restaurants (die Preisangaben sind nur grobe Richtwerte, viele Restaurants haben eh ihre Karte online, also schaut selbst):

  • Das Restaurant im Hotel: Gut, auch von einigen Nicht-Gästen besucht. Gute Küche mit täglichen Menüvorschlägen, die allerdings nicht im Restaurant selbst ausgegeben werden, sondern im Aufzug und ein paar anderen Stellen hängen. Hauptgerichte 20 bis 25 €. Oben in der Mitte die vegetarische Lasagne (mit vielleicht einem Klatsch zu viel Creme obendruff), unten rechts die Riesengarnelen vom dienstäglichen Grillabend.
  • Restaurant Am Meer in Lohme; etwas schwer zu finden in einem abgelegenen Kaff im Nordosten: Perfekte Bedienung, spannende Karte, super Aussicht, süße Terrasse. Ich fand Vorspeise und Hauptgericht etwas unspektakulär gewürzt, den Fisch (Meerbarbenfilet, oben links) wiederum einen Hauch versalzen. Ist aber Meckern auf hohem Niveau; Hauptgerichte um 20 €. Innen eher klein und einfach eingerichtet, also eher bei gutem Wetter empfehlenswert.
  • Restaurant Koxorange im Hotel Wreecher Hof nur wenige Autominuten von meinem Hotel: Erstklassig, gigantische Auswahl (Tagesmenü, Tageswein, Wochenkarte mit ca. acht Gerichten, Standardkarte). Schöne Terrasse, die aber Abends wegen Sumpfnähe von vielen Mücken besucht wird – nächstes Mal gehe ich in den netten Wintergarten. Spannende Hummervariationen als Vorspeise, danach genialer Rehrücken. Hauptgerichte 25 bis 30 €
  • Die Restaurants im Hotel-Park Ambiance in Sellin, vor allem das Ambiance selbst. (Man bekommt in jedem der Restaurants alle Speisen, soweit ich das richtig begriffen habe.) Oben rechts der Lammrücken in Paprika-Ingwer-Kruste (etwas unspektakulär, aber auf hohem Niveau perfekt) stammt von dort, sehr lustig war das Knusper-Ei und Jacobsmuschel im Salatsud als Vorspeise. Hauptgerichte 25 bis 30 €. Die vordere Terrasse zur Hauptstraße liegt einige Meter über Straßenniveau, ist aber wohl nur bei so wenig Verkehr empfehlenswert, wie ich hatte.
  • Das Meersalz im Design- und Wellness-Hotel Meersinn in Binz: Nennt sich Bio-Restaurant, legt Wert auf gesunde Ernährung und nutzt hauptsächlich Bio-Lebensmittel aus der Region. Tatsächlich eine ausgefallene Karte mit haufenweise spannendem Zeugs. Hauptgerichte meist unter 20 €. Das Restaurant liegt in einem Wintergarten, der bei Regen oder Schnee schön sein muss. Die Terrasse liegt früh im Schatten und bekommt fast jede Meeresbrise mit – mein einziges Abendessen drinnen (bis auf ein sehr spätes im Hotel). Auch das Hotel sieht verlockend aus für einen Wellness- oder Sporturlaub.
  • Das Restaurant im Hotel Meeresblick in Göhren: Klein, vielleicht zehn Tische innen und vier auf der Terrasse, von denen glücklicherweise einer gerade frei wurde, als ich kam. Gilt als eines der besten Restaurants in Mecklenburg-Vorpommern. Perfekte Bedienung, kleine, aber spitzenmäßige Karte (Menü leider nur im monatlichen Wechsel), Hauptgerichte um 30 €. Vom Acht-Gänge-Menü für 85 € konnte ich mich so gerade von vier Gängen trennen. Spitze: Bei der Flusskrebsroulade mit Wildkräutern und Blüten (unten in der Mitte das Foto) erklärt der Ober jedes einzelne der Blättchen – erstaunlich, was von dem ganzen Garten- oder Unkrautzeugs man alles essen kann. Die Jacobsmuscheln (unten links) waren sensationell zart. Das Hotel selbst hat wohl einen guten Ruf, ich fand die Gebäude allerdings nicht allzu hübsch. Alleine für das Restaurant lohnt sich aber ein Rügen-Besuch; bei gutem Wetter evtl. Balkon reservieren. (Ganz leicht zog die Abluft des Spa auf den Balkon, aber ich fand den Pinienduft angenehm.)
  • Gutshaus Kubbelkow in Klein Kubbelkow: Eher deftig angehaucht (zumindest meine Wahl), und das auf hohem Niveau – tolle Kombination. Die Wachtelessenz war so gut, dass der Hauskater zu Besuch kam und mir eine frisch gefangene Maus zum Tausch anbot. Charmantes kleines Gästehaus, etwas abgelegen. Von der Terrasse und Wiese (wo ich saß) hört man allerdings die Insel-Hauptstraße, also möglicherweise weniger am Wochenende empfehlenswert. Hauptgerichte 20 bis 25 €.

Die Liste erhebt mitnichten Anspruch auf Vollständigkeit.

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2 Kommentare
  • stimmt, wie es aussieht schon, vorallem das Hotel ist echt genial!, wo war genau Ihr Zimmer?

  • oh lecker :) Danke für die “Doku” der ganzen Restaurants, da weiß ich, wo ich nächstes Jahr mal nachschlage *bookmark*

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