Ein kurzer Nachmittag in Paris

Ein kurzer Nachmittag in Paris

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Wie bizarr: Auf der Hinreise zur dies­jährigen Computer­messe Computex in Taiwan war der Zubrin­ger-‌Flug ausge­bucht, sodass ich einen Nach­mittag und eine Über­nach­tung in Paris verbracht habe.

Olala, Paris, Stadt der Liebe und was weiß ich alles, damit hatte ich an diesem kurzen Nachmittag leider nichts am Hut. Um 15 Uhr kamen eine Kollegin und ich dort an.

Erstaunlicherweise hatte alles funktioniert: Das Gepäck hatten wir nach Taipei durchchecken können, der Flug landete pünktlich, die Beschilderung zur Bahnstrecke in die Innenstadt war unmissverständlich, der Fahrkartenautomat akzeptierte meine EC-Karte, der nächste Zug kam schnell und hielt sogar nur an wenigen Stationen, wir haben den Ausgang der größten Bahnstation in der Innenstadt (eine Metro-Linie hält dort sogar zweimal…) anhand der Beschilderung ohne Umwege gefunden, das Hotel lag wirklich nur 20 Meter davon entfernt, die Reservierung hatte geklappt. Daher konnten wir schon eine Stunde nach der Landung mit einer kleinen Erkundungstour beginnen.

Unser Hotel lag ganz in der Nähe der Seine, wir sind etwa von Notre Dame bis zum Louvre gelaufen. Leider spielte das Wetter nicht so recht mit, daher haben wir dann den Louvre besucht. In drei Stunden haben wir natürlich nicht viel geschafft, knapp ein Viertel der Bildersammlung vielleicht. Leider darf man dort nur wenig fotografieren, die Venus von Milo durfte ich, die Mona Lisa aber nicht. Also musste ich mir andere Motive suchen. Müllwagen zum Beispiel. Alleine dafür lohnt sich ein mehrtägiger Besuch – also für den Louvre natürlich, nicht für die Müllwagen.

Am Abend waren wir mit unserer in Paris lebenden Freundin Susanne lecker essen, unter anderem Kartoffelbrei mit Käse und Filet mit Gorgonzola-Sauce. Am nächsten Morgen gings dann schon wieder zurück zum Flughafen und weiter nach Taipeh.

In Paris war ich das letzte Mal vor ungefähr 18 Jahren gewesen, und ich kann mich nur an wenige Details erinnern. Wird wohl Zeit, dass ich da mal länger hinfahre. [Update 2014:] Und das hat sogar geklappt: Mit ein paar Freunden war ich gleich mehrmals dort, um Susanne zu besuchen. Ein paar Fotos davon findet ihr unter Rue Oberkampf, weitere unter der Ruinart-Tour.