Föhr mit Wind und Sonne

Föhr mit Wind und Sonne

Föhr mit Wind und Sonne

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Zwei Wochen Urlaub auf Föhr, einer der nördlichsten deutschen Nordsee-Inseln: Mal sonnig und warm, mal regnerisch, mal stürmisch. Und manchmal auch regnerisch und stürmisch.

Föhr ist die zweitgrößte deutsche Nordseeinsel und liegt im Wattenmeer in der Nähe von Sylt und Amrum – von der Westküste aus sieht man beide Inseln. Sie schirmen Föhr von der Nordsee ab, daher heißt sie auch die grüne Insel – einer der zahlreichen Interpretationen nach kommt der Name allerdings vom friesischen feer, was karg, unfruchtbar bedeutet. Das viele Grün scheint momentan vor allem vom vielen Regen begünstigt zu sein, auch halten die beiden Inseln nur das Wasser ab, nicht aber den kräftigen Wind. Föhr erreicht man nur per Fähre oder Flugzeug.

Endlich Sonne!

Ein paar Tage später: Endlich Sonne! Ich lasse die Schuhe zu Hause und versuche, bei Ebbe das Wasser zu erreichen. Die Sonne war trotz September kräftig genug, sodass ich stundenlang am Strand laufen konnte. Angenehm ruhig ist es dort, wenn nicht gerade laute Spaziergänger, die Motoren der Fähren oder ein Sportflugzeug zu hören sind. Bei diesen Weiten bekommt man glatt das Gefühl, bis zu den nächsten Inseln laufen zu können. Und das Gefühl trügt nicht: Die Nachbarinsel Amrum lässt sich tatsächlich zu Fuß erreichen, aber nur mit einem erfahrenen Wattführer.

Insel-Rundtour

Das Wetter blieb gut, und so fuhr ich ein wenig über die Insel. Der Hauptort Wyk liegt an der Südostküste. Von dort nach Westen kommt obige Küste, danach im Landesinneren der hübsche Ort Nieblum. Mir war aber nach Meer, und so kam ich nach Goting. Gerade wenn der Wind von der See kommt, schrumpft der Strand auf wenige Zentimeter. Da ist wohl schonmal was kaputt gegangen, oder spült das Meer hier auch mal Häuser an? Auch eine Mini-Steilküste haben sie, von der aus alles wie Ameisen aussieht – sofern es sich um Ameisen handelt. Ganz im Westen liegt der kleine Badeort Utersum, der jetzt im September arg beschaulich war. Die Küste gegenüber ist übrigens Sylt, der Hafen von Hörnum. Der Norden von Föhr ist hauptsächlich landwirtschaftlich genutzt, danach landet man im Uhrzeigersinn wieder in Wyk an einem von Schafen besuchten Deich. Und einem Café. Danach war Zeit für mein Abendbier bei Schapers. Prost.

Hafen und Vollmond

Die drei großen Fähranleger samt Parkplätzen und Wartehaus nehmen den größten Platz im Hafen von Wyk ein, natürlich. Schließlich ist das die primäre Verkehrsanbindung der ganzen Insel. Daneben liegt ein kleiner Hafen, in dem hauptsächlich Fischerboote liegen, eine Surf- und Segelschule Platz findet und einige Fähren überwintern. Ganz am Ende der Hafenmole liegt ein nettes Café mit einer schönen windgeschützten Terrasse, das Klein Helgoland.

Am letzten Abend auf der Insel gab es dann noch einen schönen Vollmond, und dann waren die zwei Wochen Urlaub vorbei.

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