Ein Musik-UFO namens Hang

Ein Musik-UFO namens Hang

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Was sind bitte diese seltsamen UFOs, auf denen die Musiker da rumtrommeln? Wo kommt dieser geheimnisvolle, warme, sphärische Klang her? Und was ist das Hang, wovon sie auf ihrem Infozettel reden? Natürlich, das UFO heißt Hang.

Als ich so durch Barcelonas Straßen trottete und mir verschiedene Bands anhöre, lockte mich ein bezaubernder Ton zu drei Musikern in einer engen Querstraße. Zwei spielten auf diesen Blechgefäßen, die der Requisite eines Science-Fiction-Films aus den 60ern entstammen könnten – und sie faszinierten mich sofort. Der dritte bediente Saxophon und Klarinette, und zusammen erschufen sie eine schnelle und gleichzeitig beruhigende Klangwelt, die mich länger zuhören ließ als bei allen anderen Musikern an diesem Tag zusammen.

Hang heißen diese Instrumente, und sie sind eine Art inverse Variante der karibischen Steel Pans. Allerdings erzeugen sie nicht diesen Bacardi-Südsee-Sound, sondern einen weicheren, glockenhaften, weniger scheppernden Ton ein klein wenig Richtung Vibraphon. Sie sind übrigens keine traditionellen Instrumente, sondern wurden 2001 in der Schweiz erfunden. Gemischt mit ruhigen, jazzigen Klarinetten- und Saxophon-Einlagen entsteht eine Art Akustik-Ambient mit Ethno-Jazz. Die Band selbst nennt das „fusion of styles:afro, bossanova, etno, jazz, soul, popular, latin, arabic, indú, world music, contemporaneo, clasico, etc. etc.“ Toll jedenfalls.

Hang Barnakustica

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