Das Kleine Fest im Großen Garten in Hannover

Das Kleine Fest im Großen Garten in Hannover

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Das Kleine Fest im Großen Garten ist eine mehrtägige Veranstaltung mit Kleinkunst, Kabaret und Artistik in den sommerlichen Herrenhäuser Gärten in Hannover. 2008 gelangen mir die ersten zeigenswerten Fotos.

Seit 1986 gibt es das Kleine Fest im Großen Garten, und der Erfolg hat Ableger in Bad Pyrmont, Clemenswerth und Ludwigslust entstehen lassen, wie die offizielle Homepage berichtet. Der Große Garten ist nicht nur groß, sondern er heißt wirklich so, er ist der Hauptteil der Herrenhäuser Gärten in Hannover und meist nur gegen Eintritt zugänglich. Während des Kleinen Fests ist er voller Leben: Bühnen in allen Bereichen, viele Künstler laufen zwischen den Gästen herum. Einige der vagabundierenden Künstler führen Streetcomedy auf, andere kombinieren Tanz mit Musik.

Direkt am Eingang bin ich auf Art Tremondo gestoßen, die mich mit ihrem Programm Zeit der Schnecken – dem Glücklichen schlägt keine Stunde – direkt aufs Fest eingestimmt haben: Gute Laune, und viel Muße. Später stieß ich auf geheimnisvolle Klänge und Tanz vom Traumtanztheater und Heuschrecken von Michael Shaltons Truppe. An den kleinen Seen sind immer Verpflegungsstände aufgebaut.

Träume auf Stelzen

Manchmal kam ein Traum vorbei, schaut Dich an, bleibt rätselhaft und undeutbar. Dann verschwindet er und hinterlässt nur die Erinnerung an eine Erinnerung. Es bleibt die Ahnung, dass eine Bedeutung versteckt sein muss. Und die Hoffnung, dass die Bedeutung in einem selbst steckt. Auch wenn es sich hier nicht um eine Einbildung handelt, sondern um das äußerst reale Teatro Pavana.

Transparente Hohlwelten

Es gibt da diese abgedrehte Innenwelttheorie, wonach die Erde keine Kugel ist, sondern eine Hohlwelt – wir würden dann auf der Innenseite leben und alle Himmelskörper samt Sonne und Mond wären in der Kugel, was aufgrund einer etwas geänderten Physik sogar halbwegs funktionieren würde. So eine Hohlwelt gab es auf dem Kleinen Fest: Drinnen flogen Sterne herum und eine Fee. Aber so ganz kommt das nicht hin, die Theorie überzeugt kaum jemanden. Diese Kugeln waren etwas viel schöneres, nämlich Nées Bulleuses von Spheric Emotion.

Gnome und Schwertkämpfer

Achja, und dann war da noch der Gnom, der in so einer Hohlwelt aus dem Wasser kam, Tennisbälle spuckte und mit Allerlei jonglierte: Boul – Frederic Zipperlin von Intoo-it:ve.

Selbst wenn man lange nach einem optimalen Weg sucht, bekäme man nicht alle Vorstellungen an einem Abend zu sehen, sodass man eigentlich an mehreren Tagen zum Kleinen Fest muss. So war ich nur kurz bei den beiden Trapezkünstlern Noa und Uri Weiss (Cirque no Problem), beim Street-Komiker Nino Costrini (Sebastian Guz), beim Jongleur und Schwertkünstler Jochen Schell und beim Einrad fahrenden Löffelfänger Dave Evans. Und viele andere hatte ich gar nicht gesehen.

Abschluss-Feuerwerk

Zum Schluss gibt es dann noch ein Feuerwerk, wie eigentlich bei vielen Veranstaltungen in Hannover und ich glaube allen im Herrenhäuser Garten. Farbenfroh natürlich.

1 Kommentar
  • Photoclinque aus Kassel 29. Juni 2011 um 11:59

    Die Bilder gefallen mir sehr! Durch die tiefstehende Sonne sind schöne Beleuchtungen entstanden.

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