Echt große Kneifzange

Echt große Kneifzange

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Traurig war niemand, als wir vom Abriss des hässlichen Schwesternwohnheims erfuhren. Eine aufregende Sprengung gab es zwar nicht, sondern ein interessante Riesenkneifzange.

Fotos vom langweiligen Teil des Abrisses gibt es nicht, aber sobald der fette Kneifer da war, haben wir die Kameras gezückt. Der Kneifer fraß sich dann abschnittsweise von oben nach unten durch den Schrotthaufen. Besonders spektakulär war das Abzwacken der uns zugewandten Außenwände, weil dort riesige Teile aus 40 bis 50 Metern auf den Boden knallten – da wackelten die Böden bei uns im Haus. Zu Schaden gekommen ist niemand, aber ein paar Autos (auch bei uns auf dem Firmenparkplatz) haben wohl Dellen von kleinen Steinchen bekommen.

Hintergründe zum Schwesternheim: Das war Haus G der Medizinischen Hochschule, in voller Pracht (hüstel) noch bei Emporia zu sehen. Zwischendurch gab es ein paar Tage Pause, weil in einem der Bäume davor Turmfalken entdeckt wurden, wie die HAZ berichtete.

Weitere Fotos haben einige Kollegen auf Facebook und Google+ eingestellt (ein Video, ein Foto, noch welche; Mist, mehr finde ich gerade nicht), zudem habe ich dieses ausführliche Forum von Baumaschinen-Fans mit vielen tollen Fotos von allen Phasen des Abrisses und auch weiteren Details zum Bagger gefunden, zudem ein Forum mit einer länger nicht mehr aktualisierten Historie vermutlich genau dieses Exemplars.

Hintergründe zum Bagger: Ein Spezialteil von Hitachi mit 50 Meter langem Ausleger (daher mussten die oberen Stockwerke abgetragen werden, die waren höher) und nach oben kippbarer Fahrerkanzel. Laut obigem Forum ist es dieser der Firma Euro Demolition.

Achja, wir bei Heise haben von dem Abriss jetzt gar keinen Vorteil mehr, weil der ganze Verlag inzwischen umgezogen ist. Den Abbruchlärm haben wir also noch mitbekommen, die schönere Aussicht schon nicht mehr. Genau an dem Tag, als das Hochhaus endgültig dem Erdboden gleich gemacht wurde, fand der Umzug der c’t-Redaktion ins neue Gebäude statt…